Hallo Kalkspatzen,
ich bin am Umbau meiner neuen Werkstatt und werde demnächst den Schornstein für meinen zukünftigen Gasofen bauen. Da ich bisher immer mit elektrischen Öfen gebrannt habe. Habe ich noch nicht wirklich viel Ahnung beim Thema Schornstein. Die Frage die sich mir stellt ist folgende: Welcher Schornsteintyp ist für Gasöfen am besten geeignet? Wenn ich einen 3schaligen Hausschornstein verwende muss das Keramische Innenrohr glasiert sein? Sind anfallende Ofendämpfe und daraus enstehende Säuren für gewisse Schornsteintypen problematisch?
Übrigens mit dem Schornsteinfeger habe ich schon Kontakt aufgenommen.
Wenn Ihr was zu Thema wisst bin ich für Antworten dankbar
Grüsse Daniel
Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
Wenn du, was der Normalfall ist, einen Gasofen mit Propangas/atmosphärische Brenner kaufst, brauchst du keinen Schornstein in dem Sinne - du benötigst nur eine sichere und vor allem den Schornsteinfeger zufriedenstellende Ableitung der Abgase nach aussen.
Die Abgase der Gasofens werden ja nicht direkt herausgeführt, sondern erst in einer Sammlerhaube mit Raumluft vermischt und so abgekühlt. Der Zug eines Schornsteins wird nicht benötigt, da der Druck der Brenner völlig ausreicht, die Verbrennungsgase durch den Ofen zu befördern und die Verbrennungsluft so anzusaugen.
Die einfachste, aber wohl neu auch teuerste Lösung wäre ein isoliertes Edelstahlrohr - das macht den Schornsteinfeger glücklich. Schamotterohre sind zwar hochfeuerfest, aber spröde; wenn sie punktuelle Hitze am Eintritt abbekommen, reißen sie sehr schnell. Ob nun glasiert oder nicht ist denke ich egal - die Rauchgase sind immer noch so heiß, das im Schornstein nichts kondensieren kann.
Die Abgase der Gasofens werden ja nicht direkt herausgeführt, sondern erst in einer Sammlerhaube mit Raumluft vermischt und so abgekühlt. Der Zug eines Schornsteins wird nicht benötigt, da der Druck der Brenner völlig ausreicht, die Verbrennungsgase durch den Ofen zu befördern und die Verbrennungsluft so anzusaugen.
Die einfachste, aber wohl neu auch teuerste Lösung wäre ein isoliertes Edelstahlrohr - das macht den Schornsteinfeger glücklich. Schamotterohre sind zwar hochfeuerfest, aber spröde; wenn sie punktuelle Hitze am Eintritt abbekommen, reißen sie sehr schnell. Ob nun glasiert oder nicht ist denke ich egal - die Rauchgase sind immer noch so heiß, das im Schornstein nichts kondensieren kann.
schornstein
Vielen Dank für die Infos
Re: Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
ich weiß der Beitrag ist schon etwas älter, aber vielleicht steht ja früher oder später nochmal wer anders vor so einem Problem und deswegen würde ich jetzt auch mal meine Erfahrungen preisgeben
Wie Günter schon geschrieben hat, ist ein Schornstein aus Edelstahl die unkomplizierteste Variante, weil sie sehr gut und lange hält. Ich habe mir für meinen Ofen vor einigen Jahren auch einen Schornstein geholt (so einen, falls es wenn interessiert) und der macht keinen Probleme
Ich habe nämlich von Freunden gehört, die es alles mögliche andere ausprobiert haben um sich die Kosten so eines Edelstahlteils zu sparen und dann aber letztlich doch bei dem Schornstein aus Edelstahl gelandet sind, weil den ihre Konstruktionen alle -nett ausgedrückt- nicht so optimal waren
Gruß, Hans-Peter

Wie Günter schon geschrieben hat, ist ein Schornstein aus Edelstahl die unkomplizierteste Variante, weil sie sehr gut und lange hält. Ich habe mir für meinen Ofen vor einigen Jahren auch einen Schornstein geholt (so einen, falls es wenn interessiert) und der macht keinen Probleme


Gruß, Hans-Peter
Re: Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
Ich habe auch solches Problem gehabt, mein Schornsteinfeger hat mir ein Schornstein aus Edelstahl empfohlen.
Ich denke, das die beste Lösung ist. Leider nicht billig.
Ich denke, das die beste Lösung ist. Leider nicht billig.
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Re: Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
Auch wenn die Schornsteinfeger, rein rechtlich, nichts mit den Gasöfen zu schaffen haben, so empfiehlt es sich doch auf die Wünsche und Vorstellungen der schwarzen Gesellen einzugehen.
Ein Edelstahlkamin ist, wenn Du den Ofen nicht irgendwo im Garten unter einem Schutzdach aufstellen magst, wohl auch die günstigste Lösung. Wenn Du oberhalb 1200°C brennen willst, oder mit Salzglasur experimentierst, solltest Du die Abgase nicht zu weit runter kühlen, damit sich im Schornstein keine Kondensate bilden, denn für die sind die üblichen Edelstahlsorten nicht ausgelegt.
Ein Edelstahlkamin ist, wenn Du den Ofen nicht irgendwo im Garten unter einem Schutzdach aufstellen magst, wohl auch die günstigste Lösung. Wenn Du oberhalb 1200°C brennen willst, oder mit Salzglasur experimentierst, solltest Du die Abgase nicht zu weit runter kühlen, damit sich im Schornstein keine Kondensate bilden, denn für die sind die üblichen Edelstahlsorten nicht ausgelegt.
Re: Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
Mit den Gasöfen selbst haben die Schornsteinfeger zwar nichts zu tun,wohl aber mit der fachgerechten und sicheren Ableitung der Abgase und der Brandsicherheit,wenn der Ofen in einem Gebäude betrieben wird. VG migla
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Re: Gasofen - welcher Schornstein ist geeignet
Eigentlich haben die mit Brennöfen und den dazu gehörigen Abluftanlagen nichts zu schaffen. Die sind für Feuerungsanlagen zuständig und nicht für Produktionsanlagen. Weder die Schornsteine der Produktionsöfen von Bäckereien, Schmieden, Ziegeleien oder eben auch Töpfereien gehen die was an. In solchen Betrieben dürfen die die Heizung und, wenn vorhanden, die Kraft-Wärme Anlagen prüfen und bei den dazu gehörigen Schornsteinen mitreden + kehren. Für Brennöfen ist eigentlich die Gewerbeaufsicht zuständig. Bei privaten Öfen sind wir in einer Grauzone.
Ich halte es dennoch für sinnvoll, sich mit dem Schornsteinfeger abzusprechen und auf seinen Rat zu hören. Bei Töpfereien ist die Gewerbeaufsicht/Bauaufsicht häufig überfordert und nicht unbedingt einfacher. Bei privat betriebenen Anlagen geht es auch um Sicherheit, Versicherungsschutz etc. Meist sind die Schornsteinfeger auch kooperativ, geben gute Tipps und können gravierende Gefährdungen verhindern.
Nur wenn die meinen, eine regelmäßige Kaminschau machen zu müssen oder Schornsteine von Brennöfen gebührenpflichtig kehren wollen, kann man schon mal darauf hinweisen, wo die Zuständigkeiten sind. Es gibt auch Schornsteinfeger, die Brennöfen messen wollen und dann Mord und Gewalt brüllen, weil sie mit den Abgastemperaturen überfordert sind oder noch nie etwas von reduzierenden Bränden gehört haben...
Ich halte es dennoch für sinnvoll, sich mit dem Schornsteinfeger abzusprechen und auf seinen Rat zu hören. Bei Töpfereien ist die Gewerbeaufsicht/Bauaufsicht häufig überfordert und nicht unbedingt einfacher. Bei privat betriebenen Anlagen geht es auch um Sicherheit, Versicherungsschutz etc. Meist sind die Schornsteinfeger auch kooperativ, geben gute Tipps und können gravierende Gefährdungen verhindern.
Nur wenn die meinen, eine regelmäßige Kaminschau machen zu müssen oder Schornsteine von Brennöfen gebührenpflichtig kehren wollen, kann man schon mal darauf hinweisen, wo die Zuständigkeiten sind. Es gibt auch Schornsteinfeger, die Brennöfen messen wollen und dann Mord und Gewalt brüllen, weil sie mit den Abgastemperaturen überfordert sind oder noch nie etwas von reduzierenden Bränden gehört haben...